Wie funktioniert die Bauchspeicheldrüse?
- Enzyme, die Nahrungsbestandteile im Darm spalten sowie
- Hormone wie Insulin, mit denen der Zuckerspiegel im Blut konstant gehalten wird.

Die Bauchspeicheldrüse besteht aus einem Kopf, einem Körper und einem spitz zulaufenden Schwanz. In ihrem Inneren befinden sich viele kleine Drüsenzellen. Über 99 % der Drüsenzellen produzieren Verdauungssaft – pro Tag etwa 1,5 bis 2 Liter. Dieser „Bauchspeichel“ wird in den Darm abgegeben. Der klare, farblose Saft besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält Salz, Natriumbikarbonat und Verdauungsenzyme. Das Natriumbikarbonat neutralisiert den sauren Magensaft im Nahrungsbrei und sorgt so dafür, dass die Verdauungsenzyme optimal wirken können. Außerdem hilft der Verdauungssaft, Eiweiß, Zucker und Fette aufzuspalten.
Zwischen den Verdauungssaft produzierenden Drüsenzellen befinden sich wie Inseln kleinste Ansammlungen anderer Drüsenzellen (auch Langerhans-Inseln genannt). Diese Inselzellen stellen Insulin, Glukagon und andere Hormone her und geben sie an das Blut ab. Die Hormone sorgen dafür, dass der Zuckerspiegel im Blut weder zu hoch noch zu niedrig ist.
Steigt der Zuckerspiegel im Blut, beispielsweise nach einer Mahlzeit, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Insulin gelangt dann ins Blut und sorgt dafür, dass der Zucker im Blut, den wir durch Essen und Trinken aufgenommen haben, in die Körperzellen transportiert und dort in Energie für den Körper umgewandelt wird. Außerdem regt Insulin Leber und Muskeln dazu an, Zucker zu speichern, und bremst die Neuproduktion von Zucker in der Leber. Durch diese Maßnahmen sinkt der Zuckerspiegel im Blut.
Sinkt der Zuckerspiegel im Blut, gibt die Bauchspeicheldrüse Glukagon an das Blut ab. Dieses Hormon regt die Leberzellen an, gespeicherten Zucker freizusetzen. Zusätzlich sorgt Glukagon dafür, dass die Leberzellen Zucker aus anderen Stoffen neu herstellen. Wenn der Zuckerspiegel im Blut angestiegen ist, wird die Glukagon-Freisetzung wieder gebremst.
Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
- Erstellt am: 11. November 2009 13:38
- Letzte Aktualisierung: 13. November 2009 12:11
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